Lexikon - Ausbeulen

Für jeden Autobesitzer sind selbst kleine Blechschäden in der Karosserie sehr unangenehm. Je nach Größe der Beschädigung muss dann ein Bauteil erneuert oder ausgebeult werden. Beim Ausbeulen wird eine verformte Blechpartie wieder in die Ursprungsform zurückversetzt. Dabei müssen die Spannungen, die durch die Verformung aufgetreten sind, abgebaut werden.

Wie aber gestaltet sich der Ablauf des Arbeitsganges „Ausbeulen“?

Grundlegend gibt es zwei Arten von Ausbeultechniken:

  • 1. Das Ausbeulen von innen
  • 2. Das Ausbeulen von außen

Meist werden beide Techniken je nach Schadensbild zusammen angewendet.

Beim Ausbeulen von Innen ist die Schadensstelle vom Innenraum des Fahrzeugs her zugänglich. Die Beule kann vom Karosseriebauer unter Verwendung von verschiedenen Ausbeulwerkzeugen bearbeitet und ausgebeult werden.

Als erstes wird die Beule grob herausgedrückt. Dann werden verstärkende bzw. stabilisierende Kanten an dem Karosseriebauteil gerichtet und in Form gebracht.

Sind diese erst einmal wieder in ihrer Ursprungsform, stabilisieren sie die weiterzubearbeitende Blechfläche.

Kleinere Unebenheiten werden dann noch mit dem Ausbeulhammer und einem Gegenhalter geglättet.

Ausbeulen mit Gegenhalter

Beim Ausbeulen von Außen ist die Schadensstelle von innen nicht zugänglich.

Die Beule muss daher von außen herausgezogen werden. Dies geschieht dadurch, dass auf die blank geschliffene Beule Ausziehstifte oder Ringe aufgeschweißt werden über die dann mit einem Ausziehgerät die Beule herausgezogen wird.

Ausbeulen von Außen

Wenn nach dem Ausbeulen noch leichte Unebenheiten vorhanden sind, werden diese entweder mit Schwemmzinn oder Spachtelmasse ausgeglichen.

Endbearbeitung mit Karosseriefeile

Karl Stoll

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